In der Zeit vom 23.05 bis zum 31.05. war das Sauerland das Zentrum des deutschen Jugendschachs. Mehr als 850 Spielerinnen und Spieler in den verschiedenen Altersklassen nahmen an der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft 2026 teil. Auch zwei Vertreter unseres Schachclubs reisten nach Willingen.

Julia hatte sich als U12 Landesmeisterin für die U12w qualifiziert. Ihr Bruder Robert erhielt einen Startplatz beim KiKa-Turnier. Dieses Turnier gibt Kindern unter 9 Jahren die Möglichkeit in die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft hineinzuschnuppern. 
Robert konnte hier fünf von sieben Punkten holen und wurde Neunter von insgesamt 60 Teilnehmern. Sein persönliches Ziel, in die Top Ten zu kommen, hat er damit erreicht. Ein tolles Ergebnis!


Julias Setzlistenplatz war angesichts der sehr starken Konkurrenz relativ weit hinten und leider gelang es Julia nicht, diesen zu verbessern. Dabei zeigte Julia in fast allen Partien durchaus eine sehr gute Leistung und konnte gegen ihre nominell stärkeren Gegnerinnen lange mithalten. Bis mindestens ins Mittelspiel hielt sie die Parteien im Gleichgewicht und hatte vielfach die Vorteile auf ihrer Seite. Leider passieren ihr im Endspiel aber noch zu viele Fehler, so dass selbst theoretisch gewonnene Stellungen noch verloren gingen. Dennoch sind die 2,5 Punkte am Ende solide gewesen. Die Enttäuschung darüber, dass sie an die überzeugenden Leistungen bei der Landesmeisterschaft nicht nahtlos anknüpfen konnte, währte nur kurz. Die Freude darüber, die einmalige Atmosphäre der deutschen Jugendeinzelmeisterschaften erlebt zu haben, überwiegt.

Zahlreiche Freizeitturniere, Sportangebote und gemeinsame Aktivitäten sorgen dafür, dass in Willingen eine ganz besondere Atmosphäre entsteht.

Die Geschwister zeigten sich begeistert von der Organisation und dem Rahmenprogramm. Robert hatte den größten Spaß beim Fußballturnier der Landesverbände. Hier war er Teil der niedersächsischen Mannschaft, die ins Finale gelang. Nachdem jedoch ein Spieler beim Stand 2:2 verletzt wurde, musste das Finale abgebrochen werden, ohne dass ein Sieger gekürt wurde.

Besonders beeindruckend war auch die Eröffnungsfeier und der traditionelle Einlauf der 17 Landesverbände. Hier durfte Julia, nachdem sie zuvor als eines der beiden Fahnenkindern ausgelost wurde, mit der niedersächsischen Fahne einlaufen. Ein unvergessliches Erlebnis!

Die Geschwister hoffen nun, dass diese erste DM-Teilnahme nicht ihre letzte war. 
A. G.